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Geldwäschegesetz enthält Transparenzregister

Geldwäschegesetz enthält Transparenzregister

Der 26.6.2017 war der Stichtag für das neu in Kraft getretene Geldwäschegesetz (GWG). Ein wichtiger Punkt, den das neue Gesetz enthält ist die Einführung eines Transparenzregisters. Das zentral geführte Register soll das Aufspüren von Straftätern erleichtern, die verdeckt und missbräuchlich hinter der Gesellschaftsstruktur einer juristischen Person oder Konzernstrukturen agieren. Ziel der Neuerung ist es, diejenigen natürlichen Personen zu erfassen, die wirtschaftlich hinter juristischen Personen, Trusts und bestimmten Treuhandgestaltungen stehen. Stichtag für die Angaben hierzu war nach dem Gesetzeswortlaut der 1.10.2017. Meldungen und Eintragungen konnten über das Portal www.transparenzregister.de gemeldet werden.

Handlungsanforderungen an Geschäftsführer und Vorstände

Bis zum Stichtag 01.10.2017 mussten alle Vertretungsorgane juristischer Personen des Privatrechts und andere von der Meldepflicht Erfasste

  • die jeweils wirtschaftlich Berechtigten überprüfen,
  • den bestehenden Transparenzstatus in öffentlichen Registern prüfen und – falls erforderlich –
  • eine Meldung beim Transparenzregister machen.

In der Praxis gilt: Die Meldepflicht ist bereits erfüllt, wenn die Angaben in einem anderen öffentlichen Register elektronisch zugänglich sind (§ 20 Abs. 2 GWG).
Zum Beispiel: Eintragungen in eine GmbH-Gesellschafterliste, die elektronisch im Handelsregister abrufbar ist, sind nicht gesondert beim Transparenzregister zu melden.

Welche Daten werden gesammelt?

Im Transparenzregister werden Daten der wirtschaftlich Berechtigten zugänglich gemacht (§ 19 GWG):
• Vor- und Nachname,
• Geburtsdatum,
• Wohnort und
• Art und Umfang des wirtschaftlichen Interesses.

Quelle: Dr. Christian Rosner ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht in Köln/entnommen aus: NWB direkt 34 / 2017 Seite 896